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Hass vs. Liebe

erstellt am: Freitag, 18 September, 2015

Ein altbekanntes Stück in einzigartig moderner Variation

 

Man nehme ein berühmtes Liebesdrama und versetzt es mit ausdrucksstarken Figuren des Todes und der Liebe, und es entsteht ein entzückend-fesselndes Schauspiel mit traurig-schönem Hintergrund. Was der Tod durch seinen Hass gegen die Liebe versucht zu trennen, fügt Amor durch seinen Charme zusammen.

Die Schüler des künstlerischen Profils der 10. Klassen des Johann-Walter-Gymnasiums Torgau präsentierten am Donnerstag, dem 25.06.2015, um 19 Uhr in der Aula ihre wochenlang vorbereitete Kreation der shakespeareschen Tragödie „Romeo und Julia“.  Viele, viele Zuschauer sahen eine brillante Inszenierung des Werkes, waren von den liebevollen und detailreichen Facetten der Performance begeistert. 

Eine Aufführung, die zum Nachdenken anregte und zum Mitfühlen bestimmt war.

   

6 Wochen wie im Fluge vergangen

erstellt am: Sonntag, 5 Juli, 2015

Auch in diesem Schuljahr stand der Schüleraustausch zwischen dem Brandywine Schooldistrict in Delaware/USA und dem Johann-Walter-Gymnasium im Programm für einige Schüler der 10.Klassen. Zum 19.Mal flogen im März 20 Schüler und 2 Lehrerinnen nach Philadelphia, um dort von ihren amerikanischen Gastgebern in Empfang genommen zu werden. Drei Wochen wurden nun in den amerikanischen High Schools verbracht. Die Schüler besuchten die Mount Pleasant High School (Bild 1) und die Concord High School (Bild 2). Dabei traten viele Unterschiede zwischen deutschem und amerikanischem Schulsystem zu Tage. Dennoch ist es eine Erfahrung gewesen, die niemand missen möchte. Diese drei Wochen voller Höhepunkte und vieler verschiedener Eindrücke rasten dahin und Ende März ging es wieder nach Hause, wissend, dass die amerikanischen Freunde bald zum Gegenbesuch nach Torgau kommen würden.

Am 9.Juni war es dann endlich soweit und die amerikanischen Partner konnten in Torgau begrüßt werden. Auch diese gemeinsame Zeit verflog schnell und war voller Höhepunkte. Dresden, Berlin, Weimar und Leipzig waren die offiziellen Programmpunkte. Daneben gab es viele Aktivitäten in den Familien, denen an dieser Stelle gedankt sei.

Besonders beeindruckt waren unsere Gäste von der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße in Berlin. Hier wurden ihnen ein Stück geteiltes Deutschland erklärt, das ihnen bis dahin so nicht bekannt war. (Bild 3)

Aber auch die schönste Zeit hat irgendwann ein Ende und es heißt Abschied nehmen. Nach einer wunderschönen Abschlussparty und einem letzten gemeinsamen Wochenende fliegen unsere Gäste wieder in die USA. Als Fazit bleibt – wir haben interessante Stätten gesehen, neue Freunde (unter Umständen sogar fürs Leben) gemacht und tolle Erfahrungen im jeweils anderen Land gesammelt.

G.Klemm, J.Henke JWG

Bild 1 Bild 3 Bild 3

 

Erste Eindrücke aus den USA

erstellt am: Freitag, 13 März, 2015

 

Zum 19.Mal machten sich am 7.März 20 Schüler und 2 Lehrerinnen des JWG auf den Weg in die USA, um drei Wochen in Gastfamilien zu leben und mit den Partnern  am Leben an amerikanischen High Schools teilzunehmen.  Mit ihren Gastgeschwistern besucht  ein Teil der Gruppe die Mount Pleasant High School.(Bild 1)  Befragt nach den ersten Eindrücken  wurden verschiedene Aspekte des täglichen Lebens angeschnitten.

Josephin  Heinz „Leben und Schule entsprechen den Klischees, die wir aus den Filmen kennen. In den Schulen gibt es lange Gänge voller Schließfächer, lange Tischreihen in der Cafeteria, Stühle mit denen man nicht kippeln kann, weil sie mit dem Tisch verbunden sind. In den Hallen gibt es Aufsichten mit Walkie-Talkies, die alles im Blick haben.“

Karl Nowack und Jonas Heyde „ Der Anspruch in der Schule ist anders als bei uns. Der Unterricht ist lockerer und Schüler scheinen nicht wirklich hart zu arbeiten, sondern hören Musik in der Mathestunde.“

Pauline Wölflick „ New York war überwältigend, es ist groß, laut und voller Menschen. Es entspricht genauso den Vorstellungen wie die Schulen. Das Bild in Manhattan wird dominiert von den gelben Taxis. Die Straßen sind verstopft und der Verkehr geht nur langsam voran.“

Johanna Röver „Die Stadt ist voller Menschen aus der ganzen Welt, man sieht gut angezogene Menschen genauso wie welche in Lumpen. Man hört verschiedene Sprachen und sieht unterschiedlichste Kulturen.“

Julius Holling „Das Essen zu Hause ist reichhaltig und enorm wichtig. Überall liegen Snacks und Knabberzeug umher. Unsere Gasteltern sind besorgt um unser leibliches Wohl und fragen ständig “Are you  hungry?“  Es wird selten gekocht, man bestellt Pizzen u.ä. Allerdings sind auch die Dimensionen anders. Eine mittlere Pizza hier ist so groß, dass man sie zu zweit nicht schaffen kann.“

Auch in der Concord High School sprachen die Schüler über ihre  ersten Eindrücke. (Bild 2)

Joseph Kramer „Alles ist größer und lauter. In New York hatten wir ein gute Aussicht vom Empire State Building und festgestellt, dass Manhattan genau unseren Erwartungen entsprach. So hatten wir uns die Stadt, die niemals schläft vorgestellt.“

Lena Moritz „ Der Dresscode in der Schule wird nicht immer eingehalten, viele tragen Leggins, obwohl es eigentlich nicht erwünscht ist.“

Martin Bierkämper „ Der Schulgeist ist wesentlich stärker ausgeprägt als bei uns. Jeder ist stolz, das T-Shirt der Schule zu tragen. Sportunterricht hier ist ungewöhnlich. Es sind mindestens 50 Jungen und Mädchen in der Turnhalle. Nach einer Erwärmungsphase, in der gelaufen und gedehnt wird werden verschiedene Ballspiele gespielt.“

Familien sind zum Teil sehr religiös. Cara Friedrich „Das tägliche Tischgebet hat mich überrascht. Aber es gehört in meiner Familie zum täglichen Ritual.“

Oliver Skowronek „Meine Gasteltern sind super nett. Sie waschen meine Schmutzwäsche sofort, räumen Dinge auf, damit ich mich wohlfühle.“

Wir sind natürlich froh, zufriedene Schüler zu haben und freuen uns über ihre täglichen Berichte und die Begeisterung mit der sie alles Neue aufnehmen.

G.Klemm, J.Henke JWG

unglaublich aber wahr

erstellt am: Sonntag, 8 März, 2015
 

Preisverleihung         Urkunde          Preisverleihung

Preisverleihung                                 Urkunde                                       Hauptpreis

Unglaublich, aber wahr

Eine Teilnahme an interessanten Workshop der VISIONALE war unsere Intention, ein Wahrnehmen und Aufgreifen von tollen Ideen, als wir uns zur VISIONALE LEIPZIG 14 anmeldeten.

Diese gilt als Sachsens bekanntester Medienwettbewerb für Kinder und Jugendliche. Auch in diesem Jahr erhielten die Juroren 140 Einsendungen aus ganz Sachsen. Eine hiervon war unsere Bewerbung: die Homepage www.luther-in-mir.de. Jene erstellten die Schüler des Fächerverbindenden Grundkurses „Künstlerische Medien“, Klasse 11 und 12 im Schuljahr 2013/2014 mit Unterstützung  von Herrn Volker Klotzsch, SAEK Torgau.

Auf der Website sind sowohl  die fünf Akte der Theaterinszenierung als auch deren assoziierte Gegenwartssequenzen zu einem Feature zusammengefügt, das in seiner multimedialen Bearbeitung gleichfalls die Möglichkeit lässt für Interviews, Kommentare und ein weiterführendes Nachdenken.

Deren Rezipienten erhalten ein differenziertes Bild über die Methodik der Aufführung. Diese offenbart Erklärungsansätze für die Idee, das Handeln des Martin Luther auf unser modernes Leben zu projizieren. Sie visualisiert die nuancierten Facetten der künstlerischen Genres Schauspiel, Pantomime, Poetry-Slam, filmische Rückblenden, Audiosequenzen, Hip-Hop, Vokal-Ensemble, Band und Orchester. Darüber hinaus involvierten die Schüler  wichtige Themenbereiche der unmittelbaren Jetztzeit. So widmen sie sich in ihrer Auseinandersetzung dem Phänomen „Der Luther des 21. Jahrhunderts“, erkennen dessen leidenschaftliches Ins-Spiel-Bringen als Inspiration und nutzen hierbei das World Wide Web als Plattform  des offenen Dialoges.

Am Sonntag, dem 16. November 1014, fand die Abschlussveranstaltung des Medienfestivals VISIONALELEIPZIG14 im Schauspiel Leipzig statt.

In der Zeit von 13:00 bis 16:00 Uhr wurden 70 der 140 eingereichten Beiträge öffentlich präsentiert. Ob APPs, Musikvideos, Trickfilme und Hörspiele, Radiosendungen, Fotografien oder Computeranimationen – das Angebot war an Vielfalt und Farbigkeit kaum zu übertreffen.  Dann begann die feierliche Preisverleihung, in der letztendlich die 28 Projekte, die das Finale erreicht hatten, nominiert wurden. Die Spannung stieg ins Unermessliche. Die sieben Preise, aufgeteilt auf die Kategorien Foto, Radio, Video und Multimedia-Interaktiv, waren natürlich sehr begehrt. Und wir hatten eine Chance.

Unsere Homepage www.luther-in-mir.de  wurde prämiert. Wir erhielten den Hauptpreis  in der Kategorie Multimedia-Interaktiv/Schulwettbewerb, dotiert mit 500 Euro. Annika Döring, Michèle Rehmuß und Anne Landschreiber, Schüler der Klasse 12, wurden nach vorn auf die Bühne des Schauspiels Leipzig gebeten. Nachdem sie, stellvertretend für alle ihre Mitschüler, ihre Auszeichnung erhalten hatten, stellte der Moderator Christian Geyler Annika, die unmittelbar auf der großen Couch neben ihm saß, Fragen zum Entstehungsprozess der Website. In die großen Scheinwerfer schauend und sich selbst auf dem Display sehend, artikulierte sie absolut souverän und überzeugend ihre Gedanken. Meine Wertschätzung gilt allen Website-Gestaltern, den 3 Schülerinnen aber im Besonderen ob ihrer hohen Authentizität hinsichtlich ihres Auftretens.   Anne fragte im Anschluss daran, ob wir uns hier auch im März die „Hamlet“-Inszenierung anschauen werden. Mein Bejahen ließ sie ein wenig schmunzeln, wird sie doch wahrscheinlich so schnell nicht vergessen, dass sie selbst eben auf dieser Bühne gestanden hat.

Dr. Gabriele Hönicke

Johann-Walter-Gymnasium

 

Michèle: „Am Anfang dachte ich: Eine tolle Veranstaltung, aber wir haben keine Aussicht auf einen Preis. Danach war ich einfach nur glücklich, dabei gewesen zu sein."

Anne: „Bei der Vielzahl und vor allem der Qualität der anderen Projekte glaubte ich erst, wir könnten gleich wieder nach Hause fahren, weil wir sowieso keine Chance hätten. Gut, dass wir doch noch geblieben sind."

LUTHER in MIR

erstellt am: Samstag, 7 März, 2015
„LUTHER in MIR“ in Neubesetzung als Benefiz-Veranstaltung für das Kinderhospiz Bärenherz Leipzig am Sonntag, dem 29. Juni 2014, in der Aula unseres Gymnasiums

Als Schüler unseres Gymnasiums vorschlugen, einen Teil des Erlöses des Joe-Polowsky-Gedächtnislaufes am 27. Juni 2014 für das Kinderhospiz Bärenherz in Leipzig zu spenden, waren wir von dieser Intention so angetan, dass wir uns als Theatergruppe sofort entschlossen, jenes Anliegen tatkräftig mit einer Benefiz-Veranstaltung zu unterstützen.  

In dem vergangenen Jahr konnten wir viele Gäste unserer Theateraufführungen „LUTHER in MIR“ im Kulturhaus und in der Schlosskirche begrüßen. In beiden Vorstellungen gelang es den Jugendlichen, durch das Ineinander-Greifen, Verknüpfen und Vernetzen der künstlerischen Ensembles Schauspiel, Solisten, Chor, Orchester und Band der Inszenierung in hohem Maße Kraft und Ausdrucksstärke zu verleihen und diese Abende zu einem besonderen Erlebnis werden zu lassen.  

All dies liegt 1 Jahr zurück. In dieser Zeit haben Schüler der Klasse 12 aus den Aufnahmen der Theatervorstellungen, Interviews mit den Protagonisten und Statements differenziertester Unterstützer unserer Idee die Homepage „luther-in-mir.de“ erstellt, die in brillanter Art und Weise das Thema präsentiert.   

Unser Martinus Luther, alias Tariq Ali, absolvierte nunmehr seine Abiturprüfungen. Er spielte für uns noch einmal die Rolle des Luther. Die ehemaligen Studenten der Reformation sind zu realistischen Studenten des 21. Jahrhunderts avanciert. Ihre Rollen sowie die der Bauern haben andere Schüler gern übernommen. Die einstigen Kinder Luthers sind nicht wirklich mehr Kinder, auch hier handelten jüngere Schauspieler. Sowohl in der Pantomime-Sequenz als auch in der Hip-Hop-Gruppe agierten andere Schüler mit Leidenschaft und hohem Engagement. Die Inszenierung vermittelte so eine individuelle Interpretation des Sujets, von anderen Persönlichkeiten kreativ und facettenreich geprägt.

Der Erlös der Benefiz-Veranstaltung beträgt 500,00 Euro.

Wir möchten uns hierfür sehr herzlich bei allen unseren Spendern bedanken.    

Dr. Gabriele Hönicke

Fachleiterin Johann-Walter-Gymnasium Torgau

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